Die Zukunft am Limes
 
Am 21. Juni 2012 endete die Finanzierungsphase (siehe auch vorigen Blog-Eintrag). Zu meinem Bedauern war die Crowdfunding-Aktion auf Startnext nicht erfolgreich. Meine Gedanken
dazu, kurz nach Ablauf der Finanzierungsfrist, können im Projektblog auf Startnext und auf meiner Facebook-Seite zum Spiel nachgelesen werden.
Zudem gibt‘s auf Facebook jede Menge Impressionen und Infos – ein Besuch der Seite lohnt sich also. Eine weitere Analyse der Aktion, warum diese „erfolgreich gescheitert“ und Crowdfunding trotzdem eine gute Idee ist, hat das Karten- und Brettspielmagazin Zuspieler.de veröffentlicht. Zu erreichen über diesen Link: zuspieler.de/erfolgreich-gescheitert
 
Sonntag, 26. August 2012
Zur Crowdfunding-Aktion habe ich, neben viel Zuspruch, natürlich auch kritische Reaktionen erhalten. Zum Beispiel, dass das ein Kinderspiel – da ab 10 Jahren – sei und man von Kindern nicht erwarten könne, dass sie ein 48-seitiges Begleitbuch lesen (müssen). Es gibt ja durchaus weit verbreitete Vorurteile gegenüber Brettspielen und speziell, wie auch in meinem Fall, gegenüber Familienspielen. Denn die Altersangabe „ab 10 Jahren“ bedeutet nämlich nicht, dass es sich hierbei um ein Kinderspiel handelt, sondern nur, dass es ab diesem Alter gespielt werden kann. Als Kinderspiele gelten dagegen solche Spiele, die ab 6 Jahren (oder früher) spielbar sind; bereits bei der Altersangabe „ab 8 Jahren“ spricht man nicht mehr von Kinder- sondern von einem Familienspiel. Ab 10 bzw. 12 Jahren nennt sich das dann Kennerspiel. Verbunden mit der Zunahme des Einstieg-Alters ist die steigende Komplexität des Spiels und seines Regelwerks. Und um Auf Spurensuche am Limes spielen zu können, muss nicht das Begleitbuch gelesen werden; das Buch ist nicht zu verwechseln mit der Spielregel und ist gedacht zur thematischen Einstimmung oder Vertiefung vor oder nach dem Spiel. Wer möchte, kann daraus etwas lernen.
 
An anderer Stelle wurde kritisiert, dass der Spielemarkt in Deutschland übersättigt sei – was sicherlich zutreffend ist –, Autor und Verlag schon was wirklich Neues bieten müssten und es nicht ausreiche, es auf Startnext anzubieten [weil Crowdfunding vor allem in den USA gerade sehr angesagt ist]. In einer Diskussion im Spielerforum auf Spielbox.de hatte ich darauf vor einiger Zeit folgendes erwidert:
 
(...) Dass trotzdem jeder Spieleautor und jeder Verlag den Ehrgeiz hat, weiterhin Spiele zu entwickeln und zu veröffentlichen (...) Zu jeder Kultur gehört neben dem Erhalt des Bestehenden die Schaffung von Neuem genauso mit dazu. Darum versuche ich mit dem Spiel einen anderen Ansatz: Ein Spiel mit Buch zu einem real greif- und erreichbaren Thema. Archäologie nicht an entlegenen Orten, sondern vor der eigenen Haustür. Mit diesem thematischen Ansatz will ich auch gar nicht (unbedingt) auf den Spielemarkt drängen; mir ist bewusst, dass die Konkurrenz und die Präsenz der etablierten Verlage aus dem In- und Ausland dort sehr groß ist. Keine Frage, natürlich ist es schon ein Ziel, in diesem Spielemarkt überhaupt wahrgenommen und möglicherweise sogar anerkannt zu werden. Trotzdem möchte ich mit meinem Spiel auch neue Zielgruppen erreichen – weil ich davon überzeugt bin, dem „Markt“ eine neue Facette hinzufügen zu können. (...)
 
Doch wie erreicht man „neue Zielgruppen“? (...) Menschen fürs Spielen interessieren und idealerweise begeistern, die vorher nicht viel (oder gar nicht) gespielt haben. Dabei muss jedes Spiel [bspw. durch Crowdfunding] auf sich aufmerksam machen. (...)
Wie sieht jetzt die Zukunft am Limes aus?
Auf der Pinnwand meiner Startnext-Projektseite habe ich folgendes anzubieten: Das Spiel in Form von Ausdrucken als Bastel-Set. Außer den Druckkosten (für 24 Farbausdrucke/DIN A4) möchte ich daran nichts verdienen; stattdessen würde ich mich über Fotos der selbstgebastelten Prototypen im Spieleinsatz und über Testberichte sehr freuen. Wer daran Interesse hat, der sendet mir einfach per E-Mail seine Kontaktdaten. (Das Angebot ist limitiert auf 10 Bastel-Sets!)
 
Und zu guter Letzt noch folgende Info:
Auf Spurensuche am Limes hat bei der internationalen Spieledatenbank Boardgamegeek einen eigenen (englisch-sprachigen) Eintrag erhalten.
Wer das Spiel bereits getestet hat, der kann dort eine Bewertung abgeben:
 
In der neusten Ausgabe des Spielbox-Magazins (Heft 4/2012) ist unter der Rubrik „In Kürze“ ein Bericht zum 31. Göttinger Spieleautorentreffen erschienen. Wieland Herold hatte mich dort und noch während der Crowdfunding-Aktion interviewt. Wer das Magazin nicht vorliegen hat, kann die Seite hier aufrufen (PDF-Datei, 2,7 MB): www.limes-spiel.de/Downloads/Spielbox_4-2012-S56.pdfhttp://www.limes-spiel.de/Downloads/Spielbox_4-2012-S56.pdfshapeimage_2_link_0